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Herzlich willkommen in unserem Adipositaszentrum!

Über Adipositas

Adipositas ist in Deutschland wie auch weltweit eine dramatisch zunehmende Erkrankung.
Eine Vielzahl an schwerwiegenden Krankheiten wie u. a. derDiabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Bluthochdruck, Herz-Lungenkrankheiten, Gelenksbeschwerden, aber auch Tumoren und psychosoziale Probleme treten gehäuft bei Adipositas auf. Sie können durch eine dauerhafte Gewichtsreduktion verbessert oder sogar völlig geheilt werden. Die extreme Adipositas zählt inzwischen zu den häufigsten Todesursachen und stellt einen zunehmend hohen Kostenfaktor für unser Gesundheitssystem dar.

Die krankhafte Fettsucht bedarf daher dringend der langfristig wirksamen Behandlung. Entsprechend den Leitlinien der Fachgesellschaften kann ab einem Körpermassenindex (BMI) von 40 kg/m² oder 35 kg/m² mit schwerwiegenden übergewichtsbedingten Begleitkrankheiten auch eine operative Maßnahme in Erwägung gezogen werden.
Als Voraussetzung für eine operative Therapie werden von Krankenkassen und die Fachgesellschaften für Adipositas folgende konservative Maßnahmen durchgeführt vorausgesetzt, die als multimodale Behandlung verstanden wird:

  • Unter ärztlicher Kontrolle sollte eine Ernährungsberatung über wenigstens 6 Monate durchgeführt worden sein.
  • Begleitend ist eine körperliche Aktivität von mindestens 2 Stunden pro Woche nachzuweisen.
  • Schwere psychiatrische Erkrankungen erfordern eine entsprechende Vorbehandlung.
  • Hormonelle Ursachen der Fettsucht wie eine Schilddrüsenunterfunktion müssen ausgeschlossen oder behandelt sein.
Unser Adipositas Zentrum

Seit 2003 wird in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein Ev. Stift eine Adipositas-Sprechstunde angeboten. Unser Adipositas-Netzwerk wurde mit der Intention gegründet, um mit einer primär interdisziplinären Herangehensweise dieDiagnostik und Therapieoptionen für Patienten mit morbider Adipositas zu koordinieren.

Die Minimal Invasive Chirurgie (Knopflochchirurgie) gehört zu den Schwerpunkten der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gemeinschaftsklinikum Ev. Stift. Die Klinik ist als Kompetenzzentrum für minimal invasive Chirurgie zertifiziert.

Die „Knopflochchirurgie“ gehört zur Kernkompetenz der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im GKM Ev. Stift. Prof. Said (Klinikdirektor / Chefarzt) hat nachweislich an vielen nationalen und internationalen Symposien, Fortbildungen und Workshops zum Thema Adipositas und bariatrische Chirurgie sowie an diversen Hospitationen in großen Adipositaszentren teilgenommen.

Im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein Ev. Stift bestehen über 15 jährige Erfahrung mit der laparoskopischen bariatrischen Chirurgie (Adipositas-Chirurgie). Der Hauptoperateur verfügt Erfahrungen mit über 100 laparoskopische Adipositasoperationen (Magenband/ Magenschlauch/ MagenBypass Operation).

Das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein Ev. Stift nimmt an der Qualitätssicherungsstudie „operative Therapie der Adipositas“ des Institutes für Qualitätssicherung in der operativen Medizin der Otto von Görike Universität Magdeburg teil. Prof. Said ist registrierter Mitglied der Qualitätsstudie.

Multimodales Therapiekonzept

Das komplexe Krankheitsbild der Adipositas lässt sich eindimensional nur schwer behandeln. Daraus folgt die Behandlung als Kombination aus Ernährungsberatung,Bewegungstherapie und eventuell derVerhaltenstherapie „multimodales Therapiekonzept“, da die Chirurgie nur als letzte Therapieinstanz (ultima ratio) gelten darf.

Was ist ein multimodales Therapiekonzept?
Das multimodale Therapiekonzept über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten zur strukturierten Gewichtsreduzierung unter hausärztlicher bzw. ernährungstherapeutischer Kontrolle besteht aus den folgenden, zeitgleich durchzuführenden Modulen (Bausteinen):

Ernährung
Im Rahmen der Ernährungstherapie werden zwangsläufig verhaltenstherapeutische Lernziele eingebracht. Die wichtigsten Elemente umfassen erlernbare Mechanismen wie Selbstbeobachtung des Ess-, Trink- und Bewegungsverhaltens, z.B. mit einem Ernährungstagebuch und Bewegungsprotokoll, das Einüben flexibel kontrollierten Essverhaltens (im Gegensatz zur rigiden Verhaltenskontrolle), Erlernen von Stimuluskontrolltechniken, um Essreize zu reduzieren.

Nachfragen bei der Krankenkasse wegen einer Ernährungsberatung sind sinnvoll. Die Ernährungsfachkraft (Ernährungsberater, Oecotrophologe, Diätassistent) sollte eine Zulassung haben, damit die Kosten weitgehend von der Kasse übernommen werden. Eine Beratung beim Hausarzt ist nicht ausreichend, sofern keine der oben genannten Zusatzqualifikationen vorliegt.

  • Sofern noch nicht begonnen oder abgeschlossen, vermitteln wir Ihnen entsprechende Kontakte von Therapeuten, um eine gleichzeitige Durchführung von Ernährungs- undBewegungstherapie (2 Std. pro Woche) im Rahmen des multimodalen Therapiekonzeptes einzuleiten und über einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten durchführen.
  • Bei schwerwiegenden Erkrankungen welche keineBewegungstherapie ermöglichen, sollte eine entsprechende ärztliche Bescheinigung vorliegen.


Bewegungstherapie
Jedes Gewichtsmanagement-Programm sollte die Bewegungssteigerung als Therapiekomponente beinhalten, da die Kombination aus Bewegungs- und Ernährungstherapie effektiver ist als jede der beiden Therapieformen alleine

Bei der Krankenkasse können Sie nach Sportkursen fragen, die bezuschusst werden. Lassen Sie sich eine Teilnahme bestätigen. Ihr Arzt kann Ihnen auch Rehasport verordnen.

Sie sollten sich regelmäßig bewegen und die Zeit mit dem Fahrrad, Walken, Schwimmen oder ähnliches dann selbst in ein Bewegungstagebuch eintragen. Außerdem können Sie sich Zeiten auch im Schwimmbad bestätigen lassen oder von einer Begleitung, die mit Ihnen gemeinsam Sport macht und / oder ein Bewegungstagebuch vom begleitenden Arzt bestätigen lassen (abstempeln). Insgesamt sollten Sie auf ein Bewegungspensum von 2 Stunden pro Woche kommen. Ab einemBMI >60kg/m2 kann auf das Modul Bewegung verzichtet werden.

Verhaltenstherapie
Ausgehend von der Vorstellung, dass Adipöse sich in ihrer Nahrungsaufnahme im Unterschied zu Normalgewichtigen weniger kontrollieren können, seelische Probleme für diesen Kontrollverlust mitverantwortlich sind, umfassen Behandlungsansätze auch die Lösung innerer Konflikte. Der Patient soll in die Lage versetzt werden, selbst zu bestimmen, was, wann und wie viel er isst.

Sollten Sie in einer Therapie sein, brauchen Sie von Ihrem behandelnden Therapeuten eine psychologische Evaluation zum Ausschluss von Essstörungen und / oder anderer psychischen Erkrankungen, die gegen einen adipositas-chirurgischen Eingriff sprechen. In der Therapie soll das Verhalten in Bezug auf Essen analysiert und optimiert werden.

  • Bei Bedarf erfolgt die Abklärung durch unseren Psychosomatiker im Hause
    Hierzu vermitteln wir Ihnen gerne entsprechende Kontakte.
  • Bei Bedarf wird vorab oder begleitend eine Therapie eingeleitet.
  • Ein Attest / eine Bescheinigung über die Therapie bitte bescheinigen lassen

Selbsthilfegruppe
Die Adipositas-Selbsthilfegruppe möchte als Wegweiser bei Adipositas informieren, motivieren und auch Hilfe zur Selbsthilfe geben.

Die Selbsthilfegruppe trifft sich regelmäßig am letzten Freitag im Monat in den Räumen des Adipositaszentrums am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein Ev. Stift.

Chirurgische Behandlung des extremen Übergewichtes

Operationsverfahren:

Zur chirurgischen Behandlung der krankhaften Adipositas werden aktuell mehrere Operationsverfahren erfolgreich angewandt. Alle Operationen werden in unserer Klinik in der Regel mittels Schlüssellochchirurgie durchgeführt. Im Vorfeld erfolgt ein ausführliches Beratungsgespräch mit gemeinsamer Festlegung des für Sie geeigneten operativen Verfahrens.
Für alle Patienten wird entsprechend den Leitlinien der Fachgesellschaften für eine regelmäßige Nachsorgeuntersuchung gesorgt, so lässt sich ein Langzeiterfolg sichern und Komplikationen können rechtzeitig erkannt und vermieden werden. Durch regelmäßige Motivation und Anleitung kann eine erneute Gewichtszunahme unterbunden werden. Zusätzlich unterstützen wir die Adipositas-Selbsthilfegruppe, die sich regelmäßig in unseren Räumen trifft.

Behandlungsmethoden

Das Magenband


Das Magenband wird wie ein Gürtel um den Mageneingang gelegt. Durch einen steuerbaren Ballon kann die Weite individuell eingestellt werden. Hierdurch wird die Möglichkeit der Nahrungszufuhr entscheidend eingeschränkt. Dieser Eingriff hilft Ihnen, die erforderliche Einschränkung der Nahrungszufuhr dauerhaft durchzuhalten. Aus diesem Grund muss das Magenband in der Regel lebenslang belassen bleiben. Regelmäßige Nachuntersuchungen mit Anpassung des Magenbandes und Ernährungsberatungen sind erforderlich, um den Behandlungserfolg zu sichern. Die Implantation des Magenbandes wird international nur noch wenig durchgeführt.


Der Schlauchmagen


Bei der Magenschlauchoperation wird mit Hilfe eines Klammernahtgerätes der größere Teil des Magens entfernt. Es verbleibt ein etwa 1,5 cm breiter schlauchförmiger Magenrest. Hierdurch wird das Magenvolumen beträchtlich vermindert. Es können nur noch kleine Nahrungsmengen aufgenommen werden. Durch Ausschaltung des Hungerhormons Ghrelin und die Dehnung der Magenwand wird ein frühzeitiges Sättigungsgefühl erzeugt. Im Einzelfall kann bei noch verbliebenem hohem Übergewicht als Zweiteingriff die Komplettierung in einen Magenbypass oder sogenannten Duodenal Switch erforderlich werden. Entsprechend der internationalen Standards wird der Schlauchmagen seit vielen Jahren in unserer Klinik operativ hergestellt. Damit kann ein großer Gewichtsverlust von über 50 % erzielt werden. Nicht selten kann neben anderen Erfolgen auch die Zuckerkrankheit besiegt werden.

Der Magenbypass


Diese so genannten Kombinationsverfahren reduzieren sowohl die zugeführte Nahrungsmenge durch Bildung eines kleinen Magenpouches als auch die Aufnahme der Nahrung über den Dünndarm durch Umleitung der Verdauungssekrete. Diese Verfahren finden insbesondere bei hohem Übergewicht, bei Sodbrennen, Vorliegen einesDiabetes mellitus aber auch bei Bevorzugung von Süßspeisen sowie bei Essstörungen Anwendung. Die Verfahren sind geeignet, eine hohe langfristig stabile Gewichtsreduktion zu erreichen. Durch Magenschlauch und Bypassoperationen können sämtliche Begleitkrankheiten der extremen Adipositas wie derDiabetes mellitus, der Bluthochdruck, die Fettstoffwechselstörungen, das Schlafapnoesyndrom, die Infertilität (Unfruchtbarkeit) aber auch die überlastungsbedingten Wirbelsäulen- und Gelenksbeschwerden in einem hohen Maß gebessert oder sogar vollständig beseitigt werden. Hierdurch werden die Behandlungskosten für die Krankenkassen langfristig deutlich gesenkt. Auch nach Durchführung dieser Verfahren sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen erforderlich. Ein regelmäßiger Ersatz von Vitaminen und Spurenelementen wird empfohlen.

Sprechstunde

Bei Fragen hinsichtlich der Formalitäten zur ambulanten und stationären Behandlung oder sonstigen Wünschen wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat.
Telefon: 0261 137-1985.

Die Sprechstunde ist Donnerstags von 14:30 - 16:30 nach Terminvergabe.

Veranstaltungen

Thema Datum Zeit Ort
Adipositas- und Metabolische Chirurgie 29.1.2016 18:00 Mainzerstraße 54 - 56 Krankenpflegeschule, Raum 2
Letzte Änderung dieser Seite: 12.02.2016

Kontakt

Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein gGmbH
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Johannes-Müller-Straße 7
56068 Koblenz


Telefon 0261 137-1985
Telefax 0261 137-1882


Kontakt

So finden Sie zu uns

Klinikdirektor | Chefarzt
Prof. Dr. med. Samir Said 

Prof. Dr. med. Samir Said

Klinikdirektor
Telefon: 0261 137-1491
Telefax: 0261 137-1882